Hyaluronsäure: Der Trend beim Beauty- & Health-Event in Hamburg

Hyaluronsäure: Der Trend beim Beauty- & Health-Event in Hamburg

Draußen schien die Sonne auf das imposante Hotel Vier Jahreszeiten, das direkt an der Alster inmitten von Hamburg liegt. Im Inneren warteten auf uns elf Aussteller aus der Beauty- und Gesundheitswelt, die gestern auf dem Beauty- & Health-Event ihre Produktneuheiten für den Sommer 2018 vorstellten. Eines stach uns sofort ins Auge: Hyaluronsäure scheint der aktuelle Beauty-Trend der Kosmetikbranche zu sein.

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers. Sie befindet sich in den Augen, in den Gelenken und eben auch in unserer Haut. Sie kann enorme Mengen an Wasser speichern und sorgt so für ein ebenmäßiges, straffes Gesicht. Nimmt der Hyaluronsäure-Gehalt im Laufe des Lebens ab, verliert unsere Haut an Elastizität und beginnt Falten zu bilden.

Beauty- und Health-Event            Quelle: Medienteam Medizin

 

Künstlich zugeführter Wasserspeicher

Die Kosmetikbranche fügt ihren Produkten also Hyaluronsäure zu, die diesem natürlichen Prozess entgegenwirken soll. Einige Unternehmen setzen dabei auf pharmazeutische Hyaluronsäure, die mithilfe eines besonderes Verfahren sehr verträglich sein, Feuchtigkeit effektiv speichern und die Haut so nachhaltig vor umweltbedingter Hautalterung schützen soll.

Wir finden die Hyaluronsäure bei dem Info-Tag in unzähligen Produkten: in Tages- und Nachtcremes für anspruchsvolle, reife Haut, in erfrischenden Gelen für sensible und feuchtigkeitsarme Haut, in Seren, Lippenpflege, Reinigungswässerchen und sogar in dekorativer Kosmetik wie Primer, Make-up und Concealer.

 

Hyaluron, ein Zauberwirkstoff?

Erste Tests an den Ständen versprechen zumindest ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Primer und Make-up hinterlassen ein angenehm leichtes und geschmeidiges Hautgefühl auf dem Handrücken. Die Cremes duften gut und die meisten vorgestellten Produkte sind frei von Mineralölen und Parabenen (künstliche Konservierungsstoffe). Wir werden die einzelnen Produkte einmal genauer unter die Lupe nehmen und über einen längeren Zeitraum selbst testen.

Besonders hohe Erwartungen haben wir jedoch nicht. Denn selbst Wissenschaftler sind skeptisch, was die langfristige Wirkung von äußerlich angewendeter Hyaluronsäure betrifft. Um bis zur Lederhaut vorzudringen, müssten die einzelnen Fragmente der Moleküle sehr kurz sein. Ansonsten erzielen die Cremes und Co. allenfalls kurzfristige Ergebnisse. In der Regel wissen wir als Verbraucher aber nicht, in welcher Form die Hyaluronsäure vorliegt – und die kurzen Fragmente sind laut der Wissenschaft eher selten in Kosmetikprodukten enthalten.

 

Wir sind wieder dabei!

Alles in allem war das Beauty- & Health-Event der webportalis PR Network GmbH & Co. KG wie immer eine liebevoll gestaltete Veranstaltung, auf der wir interessante neue Produkte kennenlernen und testen konnten. Wir kommen auf jeden Fall im Oktober wieder.

Sieben Ernährungstypen: Und wie isst du so?

Sieben Ernährungstypen: Und wie isst du so?

Raw, Vegan, Paleo, Pegan: Immer mehr Menschen wählen ganz genau aus, was auf dem Teller landet – und was nicht. Die noch vor einigen Jahren vorherrschende Einteilung der Essgewohnheiten in vegan, vegetarisch und den „Alles-Esser“ ist längst überfällig – zumindest, wenn es nach Birgit Czinkota, Senior Client Consultant bei Nielsen geht. Solch eine Einteilung habe die Grenzen erreicht, die Essgewohnheiten der Deutschen seien sehr viel komplexer. Das Resultat: Eine Studie, aus der sieben neue Ernährungstypen hervorgegangen sind.

 

Sieben Ernährungstypen:

 

1.

Auf Platz 1 mit 27 Prozent landen „die Engagierten“. Sie bereiten ihr Essen täglich selbst zu und tun dies auch gerne für Freunde und Familie. Bei der Wahl der Lebensmittel zählt Qualität vor Quantität.

2.

Platz 2 sichern sich mit 22 Prozent „die Pragmatiker“. Bei ihnen gilt: Hauptsache schnell, ob ein Gericht gesund ist, ist zweitrangig.

3.

Die Unbekümmerten belegen den Platz 3. 16 Prozent der Konsumenten essen nach Lust und Laune. Tiefkühlkost steht ganz weit oben auf der Einkaufsliste der in der Regel unter 50-jährigen „Unbekümmerten“.

4.

Bio-Qualität und nachhaltige Produkte aus der Region: Darauf legen „die Naturnahen“ (elf Prozent) besonderen Wert.

5.

Jung und auf der Suche nach hippen Food-Trends – das charakterisiert „die Trendigen“, die mit elf Prozent Platz 5 belegen. Bei ihnen landen auch gerne mal Markenprodukte im Einkaufskorb.

6.

Essen, das gesund und schlank macht und das Wohlbefinden steigert: Dafür sind „die Körperbewussten“ auch gerne bereit, sich in dem, was sie essen, einzuschränken. Diesen Ernährungstypen verkörpern neun Prozent der Menschen in Deutschland.

7.

Wer seine Lebensmittel vor allen Dingen danach einkauft, ob sie den Ansprüchen nach Tier- und Umweltschutz genügen, zählt zu den vier Prozent der „Gewissensentscheider“. Der Genuss soll dabei aber nicht auf der Strecke bleiben.

 

Die Studie zeigt eines ganz deutlich: Mittlerweile ist Essen für viele mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Es ist ein Instrument zum Ausdruck des eignen Lebensstils geworden.

 

Für die Nielsen-Studie wurden 11.000 Haushalte in Deutschland zu ihren Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten, ihrer Motivation und ihren Vorlieben beim Essen befragt. Mit Hilfe einer Clusteranlayse erfolgte dann die Bestimmung der Ernährungstypen. Dabei handelt es sich um eine Methode, mit der sich Ähnlichkeiten innerhalb eines Datenbestandes feststellen lässt. Weitere Informationen zu der Studie findet ihr hier.
Der Food-Tracker für den Zahn

Der Food-Tracker für den Zahn

Wer wissen möchte, wie viele Kalorien er zu sich nimmt, benutzt sogenannte Food-Tracker. Wir laden eine entsprechende App herunter, geben jedes einzelne Lebensmittel mit Gewichtsangaben ein und klicken auf „auswerten“.  Neben den aufgenommenen Kalorien spucken vielen Apps dann auch aus, wie hoch der Anteil an Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß war und ob wir unseren Vitamin- und Mineralstoffbedarf gedeckt haben. Oldschool, angesichts dessen, was Ingenieure der amerikanischen Tufts University School of Engineering nun erfunden haben: Einen kleinen Chip am Zahn, der automatisch misst, was wir essen.

Quelle: SilkLab, Tufts University

Zwei Quadratmillimeter klein, bestehend aus zwei hauchdünnen, goldenen Plättchen und viel Technik: Dieser Mini-Chip ist in der Lage, anhand der unterschiedlichen Oberflächenstrukturen der Nahrungsinhaltsstoffe zu ermitteln, was wir essen und trinken. Wie das geht? Jedes Nahrungsmolekül hat eine unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit. Der Chip erfasst sie, gleicht sie mit vorab hinterlegten Daten ab und leitet die Informationen dann über Radiofrequenzwellen an das Smartphone weiter.

Bisher kann der Chips jedoch „nur“ den Zucker-, Salz- und Alkoholgehalt von Lebensmitteln messen. Die nächste Generation soll dann aber in der Lage sein, weitere Nährstoffe und auch Chemikalien wie Pestizide zu erfassen. Bis der Chip auch die Anzahl an aufgenommenen Kalorien erkennen kann, sei es laut Autoren aber noch ein langer Weg.

 

Wie nützlich ist der Chip?

Doch auch wenn es sich aktuell nur um ein Forschungsprojekt handelt und der Chip (noch) nicht zu kaufen ist: Schon jetzt könnten einige Menschen von den Funktionen profitieren. Etwa Patienten mit Diabetes, die ganz genau dokumentieren müssen, wie viel Zucker, also Kohlenhydrate, sie zu sich nehmen. Auch bei einer Alkoholtherapie könnte der Chip unterstützend zum Einsatz kommen, um den Menge des aufgenommenen Genussmittels zu überprüfen.

Doch es gibt auch kritische Stimmen, wenn es um das Thema Food-Tracking geht. Wer ständig überwacht, was und wann er isst, kann sich ein ungesundes Essverhalten angewöhnen. Denn wir hören nicht mehr auf unser Hungergefühl, sondern ernähren uns nach einem vorgegebenen Pensum an Kalorien. Einige nehmen die Vorgaben sogar so streng, dass das Abendessen auch mal gestrichen wird, wenn die App anzeigt, dass der Nutzer am Nachmittag schon die Tagesration an Kalorien erreicht hat. Und wenn wir zu wenig gegessen haben? Dann greifen einige vielleicht eher mal zu zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln – als Belohnung für das disziplinierte Verhalten am Tag.