Wir leben jetzt schon gut ein Jahr mit dem Corona-Virus. Und wohl jeder von uns merkt: Die Krise verändert uns, die Welt und die Art und Weise, wie wir auf Dinge blicken. Das gilt auch für das Thema Gesundheit im Zusammenhang mit Corona. Der Aspekt mentales Wohlbefinden ist so präsent wie nie zuvor. Aber auch unser Verständnis für physisches „gesund sein“ verändert sich zunehmend durch die Corona-Pandemie. Die Otto Trend Studie 2020 zeigt, wie groß der Wandel innerhalb der Gesellschaft ist.

Aspekt 1: Gesundheit während Corona bedeutet, handlungsfähig zu bleiben

Je unübersichtlicher das Weltgeschehen, desto eher tendieren wir dazu, uns stärker auf uns selbst zu verlassen. Denn unser unmittelbares Umfeld gibt uns Sicherheit und wir können Einfluss darauf nehmen, wie Dinge verlaufen. Sprich: Wir bleiben handlungsfähig. Das gelingt jedoch nur, wenn wir auch leistungsfähig sind. Ein wichtiger Faktor gerade zu Zeiten von Corona ist unsere Gesundheit – mental, emotional und körperlich.

Aspekt 2: Bedeutung mentaler Gesundheit in Corona-Zeiten nimmt zu

69 Prozent der Deutschen sagen, dass die mentale Gesundheit durch die Coronakrise zu einem wichtigen Thema geworden ist.1

Die Coronakrise verändert unseren Blick auf das Thema Gesundheit, das Verständnis wird ganzheitlicher. Die Frage, wie wir unsere mentale Gesundheit erhalten und stärken, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Kein Wunder, wird die Pandemie – je länger sie andauert – für viele zu einer emotionalen und mentalen Belastungsprobe. Das hat zur Folge, dass das Thema seelisches Wohl mehr in den Fokus rückt.

Aspekt 3: „Nicht krank sein“ wird anders gewichtet

63 Prozent der Deutschen sagen, dass sie durch die Coronakrise mehr auf ihre Gesundheit achten.1

Das Corona-Virus hat unseren Blick auf das Thema „krank sein“ ein Stück weit verändert. Eine Infektionskrankheit wie Grippe ist in der Regel zwar sehr unangenehm, aber zumeist nicht lebensbedrohlich. Durch das Coron-Virus hat „nicht krank sein“ eine ganz andere Bedeutung bekommen. Denn solch eine Viruserkrankung kann nicht nur sehr unangenehm sein, sondern auch riskanter – aufgrund von schweren Verläufen, aber auch weil wir merken, dass eine optimale medizinische Versorgung zu einem wertvollen Gut werden kann. Zudem zeigt sich: Die AHA-Regel, sprich Abstand halten und Alltagsmaske tragen, reduziert nicht nur das Risiko für eine Corona-Infektion, sondern auch allgemein für Atemwegserkrankungen2.

Aspekt 4: Die Chance, etwas Positives aus der Corona-Krise ziehen

Unser Alltag wurde während der Pandemie vollkommen neu strukturiert. Viele von uns saßen oder sitzen in improvisierten Homeoffice-Lösungen. Neben uns vielleicht die Kinder, die versuchen, dem Homeschooling gerecht zu werden. In solch einem Umfeld so leistungsfähig zu sein wie unter „normalen“ Umständen, fällt vielen schwer. Selbstfürsorge (Self Care) ist das Stichwort, um in diesen Zeiten eben diese Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Aber auch, um körperlich und mental gesund durch die Pandemie zu kommen. Und noch etwas kann Selbstfürsorge bewirken: Sie kann uns helfen, Resilienz aufzubauen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Tipps, wie Sie Ihre mentale und körperliche Gesundheit (nachhaltig) stärken können und was sich hinter dem Begriff Resilienz verbirgt, lesen Sie in unserem Artikel „Resilienz stärken: während Corona und darüber hinaus.

Quellen:

1.      Otto Group GmbH & Co. KG, Otto Group Trendstudie 2020 „Bewusster leben. Konsumethik im Zeichen des Klimawandels und der Covid-19-Pandemie“, abrufbar unter: https://static.ottogroup.com/media/docs/de/trendstudie/Otto-Group-Trendstudie-zum-ethischen-Konsum-2020.pdf (Stand 21.01.2021)

2.      Barmer in Schleswig-Holstein, Pressemitteilung: AHA-Regeln zeigen nachweislich Wirkung – Weniger Atemwegserkrankungen als im Jahr 2019, abrufbar unter: www.barmer.de/presse/bundeslaender-aktuell/schleswig-holstein/archiv-pressemitteilungen/atemwegserkrankungen-aha-regeln-corona–266900 (Stand 21.01.2021)