4 Kriterien für suchmaschinenoptimierte Website-Texte

4 Kriterien für suchmaschinenoptimierte Website-Texte

Quelle: Caio

Hand aufs Herz: Wer schreibt in seinem Alltag schon regelmäßig längere Texte, vor allem Website-Texte? Die wenigsten Menschen, wenn sie nicht unbedingt als Autoren oder Redakteure arbeiten. Doch auch Laien können ihre Website mit guten und suchmaschinenoptimierten Inhalten füllen. Das gilt für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen. Dabei gibt es bestimmte Kriterien, die Sie beim Schreiben unbedingt beachten sollten:

1.    Leser und Google lieben interessante Website-Texte

Vor ein paar Jahren hieß es noch, suchmaschinenoptimierte Website-Texte müssen eine Fülle von Keywords enthalten. Dieses Vorgehen gilt heute nicht mehr. Google und Co. ändern ihre Kriterien laufend. Nach welchen Kriterien die Suchmaschinen Texte aktuell bewerten, ist quasi ein Betriebsgeheimnis. Es gibt aber Menschen, die permanent daran forschen, um Google und Co. auf die Schliche zu kommen.

Momentan gilt Folgendes: Es gibt eine Software von Google, die Bot oder Crawler genannt wird. Diese liest Texte auf einer Website wie ein ganz normaler Leser und analysiert sie dann semantisch. Google erkennt also, ob Website-Texte gut geschrieben und interessant sind. Hat eine Seite keine oder kaum Texte, kann Google also nicht erfassen, worum es auf der Website geht.

Die Technik, mit der die Seite gebaut wurde, stellt die Grundlage einer guten Website dar. Die Texte sind dann das i-Tüpfelchen und besonders SEO-relevant. Ob eine Seite modern gestaltet und optisch ansprechend ist, kann Google hingegen nicht erkennen.

2.    Website-Texte müssen eine optimale Länge haben und gut gegliedert sein

Was heißt das?

  • Website-Texte sollten eine Länge von 500 bis 750 Wörter bzw. 3.500 bis 5.000 Zeichen Dann bewertet Google sie als besonders gut.
  • Es gilt außerdem: ein Thema, eine Seite. Keywords spielen zwar nicht mehr die Rolle wie vor ein paar Jahren, aber sie sind noch immer wichtig. Je klarer die Themen auf einer Seite dargestellt werden, desto besser für die Suchmaschinenoptimierung. Gut eignet sich eine Überblicksseite, von der aus Sie dann auf die weiteren Unterseiten verlinken. Wenn Sie als Arzt beispielsweise über Ihre Schwerpunkte berichten möchten, schreiben Sie nicht alles auf eine Seite, sondern legen Sie lieber für unterschiedliche Diagnosen und Therapien Unterseiten an. Verlinken Sie dann die einzelnen Seiten untereinander.
  • Website-Texte sinnvoll gliedern. Das bedeutet, dass Sie keine ellenlangen Fleißtexte schreiben. Ist ein Gedankengang abgeschlossen, setzen Sie einen Absatz und versehen den nächsten mit einer Zwischenüberschrift. Diese enthält ebenfalls wichtige Keywords. Außerdem gilt: Alles, was den Textfluss unterbricht und den Artikel gliedert, ist gut: Aufzählungen, Kästen, Bilder und vieles mehr. Die Seite sollte für den Leser – und somit auch für Google – interessant gestaltet sein.

3.    Für Dynamik auf der Seite sorgen

Ist die Website einmal erstellt, fassen viele Unternehmen diese über Monate oder gar Jahre nicht mehr an. Für die Suchmaschinenoptimierung ist das ein Fehler. Google braucht Bewegung, immer neue Inhalte – besonders neue Texte. Nun gibt es unzählige Möglichkeiten, diese bereitzustellen. Für einige ist es Alltag, mindestens einmal die Woche frische Inhalte zu veröffentlichen, andere behelfen sich mit einem Bereich „News“ oder „Aktuelles“. Wieder andere setzen auf einen eigenen Blog. Wie Sie Bewegung auf Ihre Seite bringen, ist nicht relevant. Wichtig ist nur, dass etwas passiert und dass die Website-Texte gut sind.

4.    Inhaltlich interessante Website-Texte veröffentlichen

Schauen Sie sich ein wenig bei der Konkurrenz um. Lesen Sie die Texte auf deren Website einmal quer. Sie werden schnell merken, welche Ihnen gefallen und welche nicht. Sicher fällt Ihnen auch auf, welche von Profis verfasst wurden und hinter welchen vielleicht ein Laie steckt. Wenn Sie ein gewisses Händchen für das Schreiben haben und dies auch noch gerne machen, können Sie natürlich Ihre Website-Texte selbst verfassen. In der Regel gilt jedoch: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Verdienen Sie mit Ihren Qualifikationen Ihr Geld und überlassen Sie das Texten Profis. Das gilt besonders für medizinische Artikel, bei denen auch die rechtlichen Aspekte bekannt und berücksichtigt werden sollten.

Engagieren Sie Freie Journalisten oder ein Redaktionsbüro. Das kostet natürlich Geld, dafür ist die Qualität der Texte in der Regel gesichert. Sie können natürlich auch selbst Texte verfassen und diese dann zur Überarbeitung an Freelancer schicken.

Tipp: Holen Sie sich ein Angebot für ein Textpaket, also einen Grundstock an Texten für Ihre Seite, ein. Dann haben Sie einen Überblick über die gesamten Kosten und Leistungen, die in dem Paket enthalten sind.

Wir haben zu Website-Texte und SEO bereits verschiedene Artikel veröffentlicht. Hier zwei Beispiele:

Lokale SEO-Strategien – So werden Sie in Ihrer Region gefunden

SEO-Mythen entlarvt – 5 Tipps, wie Sie Ihr Google-Ranking verbessern

Gesucht und gefunden – 5 Tipps, die Ihre Website beim Google-Ranking nach vorne bringen

Glossar: Die wichtigsten Begriffe zu Website-Texten


SEO: Das ist die Abkürzung für „search engine optimization“. Auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Darunter fallen alle Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, damit Nutzer für bestimmte Suchbegriffe auf Ihre Website gelangen. Dazu sind unterschiedliche technische, inhaltliche und strategische Schritte nötig, bei denen Ihnen Web-Designer oder auch SEO-Experten helfen können.

Content: Dies ist der englische Begriff für Inhalt. Dabei geht es meist um Texte, die auf Ihrer Website erscheinen.

Duplicate Content: Das bedeutet „Doppelter Inhalt“, was Sie unbedingt vermeiden sollten. Kopieren Sie also niemals größere Textpassagen von einer auf die andere Seite. Jede Ihrer Unterseiten sollte Artikel enthalten, die nirgendwoanders auftauchen. Das gilt natürlich auch für Texte, die Sie auf fremden Websites finden. Veröffentlichen Sie diese einfach auf Ihrer Seite und geben sie als Ihre aus, verletzten Sie das Urheberrecht.

Keywords: Das sind im Grunde nichts anderes als Suchbegriffe, also die Schlagworte, die Nutzer bei Suchmaschinen wie Google eingeben, um an Informationen zu gelangen. Daher ist es wichtig, vor dem Schreiben die wichtigsten Keywords für jede Unterseite zu generieren. Auch diese Arbeit können Profis übernehmen.

Meta-Description: Dies ist eine kurze Zusammenfassung des Website-Textes, die nur im Quelltext der Unterseite auftaucht. Bestenfalls ist sie nicht länger als 156 Zeichen lang. Dieser Text erscheint nämlich in der Liste der Suchmaschinen unter dem Titel, sodass Nutzer sich schon einen ersten Eindruck vom Inhalt verschaffen können, bevor sie auf der Website sind.

Meta-Tags: Das sind Informationen, die im Seiten-Quelltext stehen. Sie sind also nicht auf der Website direkt sichtbar, sondern verstecken sich im Hintergrund. Meist kümmert sich Ihr Web-Designer darum, sie einzubauen.

Title-Tag: Der Title ist Teil des Seiten-Quelltextes. Er erscheint in der Liste der Suchmaschinen und sollte daher sowohl die wichtigsten Keywords als auch einen knackigen Überblick über den Inhalt liefern. Meist können Sie dafür die Überschrift des Textes verwenden, wenn diese maximal 55 Zeichen lang ist.

Auszeiten nehmen in den eigenen vier Wänden? 5 Tipps, wie das gelingt

Auszeiten nehmen in den eigenen vier Wänden? 5 Tipps, wie das gelingt

 

Zuhause alleine seinQuelle: Andrea Piacquadio von Pexels
Jeder Mensch braucht Momente, in denen er sich eine Auszeit vom Alltag nehmen muss.

 

 

#Wirbleibenzuhause ist seit der Coronakrise ein Motto, das viele von uns berücksichtigen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Neben der Coronakrise gibt es aber noch viele andere Gründe, warum Menschen viel Zeit zu Hause verbringen. Homeoffice, Elternzeit, Arbeitslosigkeit, Selbstständigkeit, eine Teilzeittätigkeit oder auch die Rentenzeit zählen dazu. Die Herausforderung für Paare und Familien ist dabei, dass jedes Mitglied des Haushalts sich hier und da Auszeiten nehmen kann. Wir zeigen Ihnen, wie das gelingt.

 

„Ich werde hier noch wahnsinnig“, berichtet mir eine Freundin bei unserem wöchentlichen Videowein via FaceTime. „Ich bin hier nie alleine, ständig will jemand etwas von mir. Ich fühle mich, wie die Entenmama, der alle hinterherrennen – auch mein Mann!“ Sie ist verheiratet, eigentlich sehr glücklich, und hat zwei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Wir unterhalten uns über Beziehungen im Lockdown und was uns am meisten zu schaffen macht. Wir kommen zu dem Schluss: Wir sind nie allein und vermissen das so sehr, dass wir manchmal einfach so ins Bad gehen und uns auf den Wannenrand setzen, nur um uns mal fünf Minuten eine Auszeit zu nehmen.

 

 

Menschen brauchen Auszeiten

 

Dabei seien es gar nicht nur die Kinder, die nun aufgrund von geschlossenen Schulen und Kitas ständig in ihrer Nähe seien. Auch ihr Partner war seit Monaten nicht im Büro und sitzt Tag ein Tag aus neben ihr. Abends, wenn die Kinder dann im Bett sind, essen sie gemeinsam und schauen die 1.435ste Folge bei Netflix. „So muss es unseren Müttern gegangen sein, als unsere Väter plötzlich Rentner waren“, sagt sie und erinnert sich an die bekannte Szene aus dem Loriot-Film Pappa ante Portas: Heinrich geht unerwartet in Rente und steht plötzlich im Wohnzimmer hinter seiner Frau. Diese erschrickt und fragt, was Heinrich denn hier wolle. Er antwortet: „Ich wohne hier.“ Sie entgegnet: „Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit.“ Wir lachen. Genauso ist es. Aber wie können wir das ändern? Wie können wir mehr Zeit für uns gewinnen – trotz Homeschooling, Homeoffice und Lockdown?

 

 

 

1. Bewusste Auszeiten nehmen

 

Das Schulkind muss Matheaufgaben erledigen, dem Kitakind ist langweilig und der Mann hängt seit Stunden in Videokonferenzen. Das klingt nicht gerade nach einem entspannten Alltag. Verabreden Sie innerhalb der Familie, wann Ihre Auszeiten stattfinden. Gönnen Sie sich beispielsweise eine Stunde am Tag zu einer festen Zeit, in der Sie keiner stören darf. Legen Sie sich in die Badewanne, gehen Sie spazieren, machen Sie Yoga oder liegen Sie einfach nur mal im Bett. Egal, was Sie machen, diese Stunde gehört nur Ihnen. Der Vorteil: Oft reichen kurze Auszeiten, um wieder genügend Energie für den restlichen Tag zu gewinnen.

 

 

 

2. Alleine an der frischen Luft bewegen

 

Auch wenn es draußen schmuddelig ist: Es gibt kaum etwas, was unserer Seele mehr Energie zurückgibt, als Bewegung an der frischen Luft. Der Sauerstoff gelangt direkt in unser Gehirn, die Aktivität kurbelt den Kreislauf an – beides sorgt dafür, dass wir uns sofort besser fühlen. Was Sie genau draußen machen, ist dabei gar nicht so wichtig. Ein Spaziergang durch die Nachbarschaft, eine kleine Radtour oder eine Joggingrunde sind eine gute Möglichkeit, einfach einmal rauszukommen.

 

 

 

3. Wellness zu Hause

 

Saunen, Kosmetikstudios und Co. sind geschlossen, aber Sie sehnen sich danach, sich mal wieder so richtig zu entspannen? Machen Sie den Abend zu Ihrem persönlichen Beautyerlebnis. Dann sind die Kinder im Bett und Ihr Partner kann die Zeit ebenfalls mal ganz für sich nutzen. Ein entspannendes Bad mit Lavendel, eine erfrischende Geschichtsmaske, eine reparierende Haarkur und dazu einfach einmal Digital Detox (also kein Handy, Laptop oder sonstige Geräte). Danach schlüpfen Sie in einen kuscheligen Schlafanzug und ziehen warme Socken an – Sie werden nach dieser Auszeit schlafen wie ein Baby.

 

 

 

4. Freie Zeit nutzen

 

Der Partner möchte eine große Runde joggen gehen? Klar, in der Zeit können Sie endlich mal wieder mit Ihrer besten Freundin per Videocall plaudern. Sie haben das Bedürfnis, abends Ihre Lieblingsserie zu schauen? Setzen Sie sich dafür ins Schlafzimmer und lassen Sie Ihren Partner im Wohnzimmer alleine. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie sich auch einmal in den eigenen vier Wänden zurückziehen. Denken Sie daran, wie oft Sie sonst mit Freundinnen ins Kino oder mal zum Sport gegangen wären.

 

 

 

 5. Kinderbetreuung aufteilen

 

Wer Kinder hat, ist so gut wie nie alleine. Gemeinsam können Sie aber dafür sorgen, dass jeder von Ihnen auch einmal kinderfrei und somit eine Auszeit vom Alltag hat. Gerade am Wochenende ist das oft kein Problem. Schauen Sie, dass Sie einen gesunden Mix aus Allein- und Familienzeit planen. Am Samstagvormittag gehen Sie mit den Kleinen eine Runde auf den Spielplatz und Enten füttern. Dafür übernimmt Ihr Partner am Sonntagnachmittag die Kinder und fährt in den Park.

 

 

 

 

Bei Auszeiten Verständnis füreinander zeigen

 

Ungewohnte Situationen wie der Lockdown, aber auch eine Veränderung des gewohnten Alltags – zum Beispiel der Renteneintritt – können dazu führen, dass Paare gemeinsam mehr Zeit als gewohnt miteinander verbringen und dann in Streit geraten. Um dies zu verhindern, ist eine gute Kommunikation das A und O. Teilen Sie sich gegenseitig Ihre Bedürfnisse mit und werten Sie den Wunsch des Partners nach Alleinzeit nicht als persönlichen Angriff. Jeder Mensch benötigt Zeit für sich, um danach die gemeinsamen Momente auch wieder genießen zu können.

Achtung: Es gibt Menschen, die verlernt haben, Dinge nur für sich zu tun. Daher ist es wichtig, mit dem Partner zu reden und ihm zu verdeutlichen, dass es nicht an ihm liegt, sondern Sie jetzt einfach Zeit für sich benötigen. Motivieren Sie ihn, in den freien Momenten selbst aktiv zu werden.

 

 

Wie Sie Ihre Freizeit auch in Corona gut nutzen können und gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit tun, dazu geben wir Ihnen hier einige Tipps:

 

Spazieren Sie sich gesund

 

Wandern ist des Hipstes Lust

 

Food Trend „Levante-Küche“: Aromen aus dem Nahen Osten

 

Slow Jogging – locker trabend die Gesundheit fördern?

 

 

Verschiedene Wege führen zum Beruf des Journalisten

Verschiedene Wege führen zum Beruf des Journalisten

Quelle: mentatdgt

 

 

„Ich möchte Journalist werden!“ Wer die Frage nach seinem Berufswunsch schon so deutlich ausdrücken kann, ist klar im Vorteil. Aber wie wird man überhaupt Journalist? So viel vorab: Es gibt nicht DEN einen Weg, sondern viele verschiedene.

 

Was auf jeden Fall hilfreich ist, ist die Lust aufs Schreiben. Wer dann schon bei der Schülerzeitung oder bei Ferienjobs bei der lokalen Tageszeitung erste Erfahrungen sammeln konnte, hat gute Karten, die Karriere voranzutreiben. Aber es geht natürlich ebenso ohne. Auch Kurzentschlossene haben noch die Chance, den Traum vom Redakteur zu verwirklichen.

 

Abschluss: Abitur, Fachhochschule, Uni?

 

Ja, wer eine ordentliche Portion Talent mitbringt, kann mit Sicherheit auch ohne Schulabschluss ein namhafter Journalist werden. Das gilt aber sicherlich für die wenigsten unter uns. Die meisten Arbeitgeber verlangen mindestens Abitur, eher einen Fachhochschul- oder Uni-Abschluss. Studiengänge, die zum Ziel führen, gibt es viele. Wir vom Medienteam Medizin haben auch alle nicht klassisch Journalismus studiert oder „irgendwas mit Medien“ studiert, sondern einen fachbezogenen Studiengang gewählt, wie Wirtschaft, Politik, Anglistik, Geschichte und Ökotrophologie.

 

Wichtiger als die Fachrichtung ist für viele potenzielle Arbeitgeber ist jedoch die praktische Erfahrung, die ihr während des Studiums sammelt. Also: Nutzt die Semesterferien, um bei Tageszeitungen, Fachmagazinen oder Publikumszeitschriften live mitzuerleben, was der Alltag eines Redakteurs mit sich bringt. Oft bieten Redaktionen Studenten, die sich gut schlagen, nach einem Praktikum auch eine Freie Mitarbeit an. Das bedeutet, dass ihr einzelne Aufträge, also Artikel, übernehmen könnt und dafür im Gegenzug honoriert werdet. Ein perfekter Nebenjob.

 

Ein Sack voller Erfahrungen

 

Wer dann am Ende des Studiums einen Abschluss, einige Praktika und vielleicht sogar schon erste Erfahrungen als Freier Mitarbeiter in der Tasche hat, hat eine gute Grundlage geschaffen. Nun führt der Weg in die Redaktionen meist über ein Volontariat. Das ist quasi eine zweijährige Ausbildung, vergleichbar mit einem Trainee. Das Volontariat absolviert ihr direkt an einer Journalistenschule oder direkt in den Redaktionen – je nach Arbeitgeber.

 

Achtung: Ja, als Volontäre müsst ihr noch einiges lernen und euch in alle neuen Aufgaben einfuchsen. Ihr seid aber auch schnell vollwertige Arbeitskräfte und solltet entsprechend bezahlt werden. Daher lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Einige Agenturen bieten ihren Volontären ein monatliches Bruttogehalt von 750 Euro – für einen Zeitraum von zwei Jahren. Das reicht in Städten wie Hamburg, München, Berlin und Co. definitiv nicht zum Leben. Üblich sind hingegen Gehälter zwischen 1.200 und 1.800 Euro, die im zweiten Jahr ein wenig steigen sollten.

Gastbeitrag: Marathon laufen – die Frage nach dem „Warum“

Gastbeitrag: Marathon laufen – die Frage nach dem „Warum“

Ich, Christian, 38 Jahre, bin Marathon gelaufen. Schon wieder. Zum dritten Mal. Häufig werde ich nach dem „Warum“ gefragt. Dies ist der Versuch einer Antwort. Doch wer jetzt auf die perfekten Tipps und Ratschläge hofft, wie die Bestzeit erreicht werden kann, ist hier falsch. Die gibt es in meinen Augen nicht. Meine Eindrücke und Erfahrungen teile ich aber gerne. Los geht’s:

  1. Quelle: SnapwireDie Fitness: Regelmäßig Sport zu treiben ist für mich wichtig. Dadurch fühle ich mich wohl und es ist ein guter Ausgleich zum Alltag. Beim Laufen kann ich ebenso völlig abschalten als auch konzentriert über Dinge nachdenken. Das gilt ganz unabhängig vom Wettkampf.
  2. Das Erlebnis: Die Atmosphäre und das Jubeln der Zuschauer pushen einen so sehr, dass man über seine Grenzen hinauswächst. Ich habe vor meinem ersten Marathon immer etwas verächtlich über die Sportler gelacht, die das gesagt haben. Dann kam meine Staffel-Marathon-Teilnahme 2013 beim Hanse-Marathon in Hamburg. Da standen bei schönstem Wetter zehntausende Zuschauer in Partystimmung an der Strecke und haben alle Läufer angefeuert. Das war Begeisterung pur und hat mich enorm gepusht. Auch die Aufregung davor ist besonders. Wenn die blauen Striche die Laufstrecke in der Stadt markieren und die Schilder in den Straßen hängen, stellt sich bei mir eine besondere Vorfreude ein.
  3. Die Herausforderung: Nach dem Motto „Termine machen fleißig“, ist das Anmelden für einen Lauf die beste Motivation. Denn dann tue ich auch etwas dafür. Jeder Läufer kann für sich wahrscheinlich eine Strecke beschreiben, die er als ein großes Ziel ausweist. Für mich war es der Marathon. Dieses Ziel im Blick zu haben und über einige Wochen zu verfolgen, ist eine Herausforderung, die mir Spaß macht.

Trainingsplan: Individuell statt abkupfern

Der Weg zu einem erfolgreichen Marathon führt meiner Erfahrung nach über ein bewusstes Training und eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Drumherum. Was richtig und effektiv ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ob es in Büchern steht, in Vereinen vorgelebt oder von Personal Coaches gepredigt wird: Es sind sicher viele gute Anhaltspunkte dabei und vieles lohnt sich auszuprobieren. Doch nicht alles wird erfolgreich sein. Auch ich habe diese Erfahrungen gemacht. Ich habe zwei Trainingspläne ausprobiert – beide waren nicht für mich gemacht, wie sich später herausgestellt hat. Was mich dennoch angespornt hat, sie zu verfolgen, war, dass mein Kumpel mit diesem Plan seinen letzten Marathon schneller als geplant gelaufen ist. Dass wir über sehr unterschiedliche (körperliche) Voraussetzung verfügen, habe ich dabei vernachlässigt. Das Ergebnis: Bei zwei Marathondurchläufen konnte ich nicht durchlaufen, sondern musste zwischenzeitlich stehen bleiben, weil es einfach nicht mehr weiterging. Für mich hat sich nach den Erfahrungen herausgestellt, dass ein Trainingsplan nicht mehr als eine gute Orientierung ist.

Meine Praxiserfahrungen: Trainingsplan, Ernährung und Co.

Trainingsplan: Nach dem Reinfall mit den Trainingsplänen habe ich angefangen, selbst herauszufinden, was gut für mich ist – und was nicht. So habe ich für mich beispielsweise erkannt, dass ich lange Läufe lieber auf den Samstag lege und den Sonntag zum Regenerieren nutze. Ansonsten kann der Montag zu einem sehr zähen Unterfangen werden. Auch ein vielseitiges Training hat sich für mich als sinnvoll herausgestellt. Meine Erfahrung: Es gab bisher kein Jahr, in dem das Training gleich war oder zu gleichen Ergebnissen geführt hat. Was bei mir nie fehlen darf ist Intervalltraining. Ja, es nervt, macht aber – wirklich! – schneller.

Ernährung: Auch das Thema Ernährung ist – wenngleich nicht mein Lieblingsthema – interessant. Ich bin kein Asket und hätte keinen Spaß am Sport, wenn damit einherginge, dass ich auf ein Bier, ein Schnitzel oder ein Stück Kuchen verzichten sollte. Vielmehr treibe ich Sport, damit ich mir öfter auch etwas gönnen kann. Während des Marathons lohnt es sich dann aber doch, auf das zu achten, was man zu sich nimmt. Es gibt viele Gels und Riegel, die einem unterwegs schnelle Energie liefern sollen. Doch nicht jedes Produkt verträgt jeder gleich gut. Hier hilft nur: Während des Trainings ausprobieren, was einem wirklich hilft.

Zum Punkt Trinken habe ich meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Viele sagen, was auch medizinisch sicherlich richtig ist, dass man auch vor dem Lauf ausreichend trinken soll. Das funktioniert bei mir einfach nicht. Wenn ich mich an die gängigen Ratschläge halte, könnte ich problemlos eine Karte erstellen, wo in der Stadt die saubersten Dixi-Klos stehen. Wenn ich hingegen einfach auf das Durstgefühl höre, funktioniert das hervorragend.

Regeneration: Wer seinen Körper knechtet, der muss ihn auch dafür belohnen. Frei nach dem Motto „Lasst es euch gut gehen!“ darf man sich auch mal eine Massage beim Physiotherapeuten gönnen. Ein Saunagang mit anschließender Eistonne kostet sicherlich etwas Überwindung, man spürt aber förmlich, wie der Körper danach arbeitet.

Ausrüstung: Geht man in ein Lauf-Fachgeschäft, warten dort unzählige Ausführungen an multifunktionaler Kleidung wie Schuhe, Hosen, Jacken, Mützen und Socken. Da ist die Verlockung groß, zuzuschlagen. Sicher gilt – wie so oft: Wer billig kauft, kauft zweimal. Aber Fakt ist auch, dass man die Leistung letztlich selbst erbringt. In erster Linie benötigt man Klamotten, die gut passen und bequem sind. Das reicht meiner Auffassung nach für den ersten Marathon gut aus – und auch einige Zeit darüber hinaus.

Mein Fazit

Es lohnt sich, rund um das Thema Marathon schon ein gewisser Nerd zu sein. Sachen auszuprobieren, verschiedene Trainingseinheiten zu testen, um zu merken, was einem gut tut und dann den gewünschten Erfolg einzufahren – das kann schon zeitintensiv sein. Doch es lohnt sich meiner Meinung nach. Doch erst einmal bin ich mit dem Thema Marathon durch. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich doch wieder anmelde…

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: Freunde, Partner und Kollegen, sofern sie selbst keine Läufer sind, danken es einem übrigens, wenn man auch noch über andere Themen schnacken kann als Marathon – sofern es nicht das Wetter ist. Das ist in der Vorbereitung übrigens keine Ausrede. Gelaufen wird immer. Wenn man erst einmal nass ist, ist es gleich gar nicht mehr so schlimm.

Geschrieben von: Christian aus Hamburg, 38 Jahre

Wandern ist des Hipsters Lust

Wandern ist des Hipsters Lust

Warum plötzlich jeder Urlaub in der Natur machen möchten

„Ich mache einen Wanderurlaub!“ Diese Worte hörten wir früher wohl eher aus den Mündern unserer Großeltern und runzelten dabei die Stirn. Ich hatte zumindest lange Zeit beim Thema Wandern beige Einheitskleidung, klobige Schuhe mit Wollsocken und die pure Spießigkeit vor Augen. Und heute? Reihe ich mich ein und gehe wie viele meiner Freunde… Ja, wandern.

Quelle: Medienteam Medizin

Sao Lorenco. Wandern auf Madeira

Das Einzige, das ich jahrelang mit Wandern am Hut hatte, war der Wandertag in der Schule. Ich bin am Meer aufgewachsen, also ging es meist an den Strand. Auch meine Urlaube verbrachte ich am liebsten im warmen Süden – schließlich bekommt man als Norddeutscher sonst nicht genug Sonnenlicht ab. So ging es für mich in der Kindheit häufig nach Dänemark, Spanien, später auch nach Griechenland und Brasilien. Die Berge interessierten mich nicht. Bis ich mit Anfang 30 das Skifahren für mich entdeckte, im Lift saß und ein Schild erblickte, auf dem stand: „Ahorn, der Genießerberg, auch im Sommer ein Highlight!“ Das war der Beginn einer neuen Leidenschaft.

Wandern ist zum Trend geworden

Aber nicht nur ich erwärme mich für Wanderungen durch die Natur. Laut des Deutschen Wanderverbands gehen etwa 50 Millionen Menschen in Deutschland wandern (Stand 2016). Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, kann ich das nur bestätigen. Ob kleine Tagesausflüge in die Fischbeker Heide in Hamburg oder richtige Wandertouren durch die Alpen: Meine Freunde sind ebenfalls auf den Geschmack gekommen – so wie unzählige Hipster und Influencer, die sich in den sozialen Medien in Wanderkleidung in Szene setzen. Wenn man bei Instagram #wandern eingibt, erhält man über 1,5 Millionen Treffer, für den englischen Begriff #hiking sogar 35 Millionen (Stand: 10. Juli 2018), #wandernmithund nahezu 20.000 und #wandernmitkindern fast 8.000.

Aber warum finden wir es plötzlich so schön, durch die Natur zu streifen, statt im Hotel am Pool zu liegen?

  1. Die Natur gilt als Stresskiller. Statt sich mit anderen um die beste Liege am Pool und die letzten Nudeln am Buffet zu streiten, sehnen wir uns nach Ruhe – das gilt besonders für Menschen, die in Großstädten leben. Sich bewegen, an der frischen Luft die Landschaft zu genießen und sich am Ende der Wanderung mit einem deftigen Essen zu belohnen, das entspannt und lädt unseren Akku wieder auf.
  2. Wir wollen raus aus der Stadt. Ja, die Großstadt hat einiges zu bieten, aber die vielen Menschen, der ständige Verkehr, der Lärm und die schmutzige Luft können auch manchmal ganz schön nerven. Viele sehnen sich dann nach Ruhe und Natur.
  3. Morgens um 10 Uhr an den Strand, sonnen, schwimmen, sonnen, schwimmen. So sah in jüngeren Jahren für viele von uns der Urlaubsalltag aus. Ich höre heute von vielen: „Das kann ich nicht mehr, so lange liegen, ich muss mich im Urlaub mal mehr bewegen.“ So geht es mir auch. Ich möchte etwas erleben. In meinem Job sitze ich den ganzen Tag am Schreibtisch. In meinem Urlaub brauche ich ein bisschen Action. Wandern ist eine tolle Mischung. Wer sich verausgaben möchte, wählt die schwarzen (schweren) Routen, wer es gemütlich mag, die blauen (einfachen) und für wen ein bisschen Anstrengung kein Problem hat, begibt sich auf die roten (mitteleschweren) Wege.
  4. Wandern ist gesund: Studien, wie eine der Universität Halle-Wittenberge, belegen die positiven Eigenschaften des Wanderns auf unsere Gesundheit. Wer nicht gerade alpine Bergtouren bestreitet, sondern moderat wandert, treibt mit einer Herzfrequenz Sport, die die Ausdauer verbessert und die Fettverbrennung anregt. Unebene Wege trainieren die gesamte Muskulatur des Körpers und verbessern das Gleichgewicht. Sind auf den Routen immer mal wieder Anstiege, ist dies ein perfektes Intervalltraining und die Natur versorgt unsere Lungen zusätzlich mit sauberer Luft.
  5. Einfach mal etwas Anderes machen. Die Strände Europas habe ich fast alle bereist. Ich brauche einfach mal Abwechslung. Also habe ich damit begonnen, im Hamburger Umland „Probewanderungen“ zu machen – und hatte erstaunlich viel Spaß dabei, sodass wir uns im letzten Urlaub tatsächlich, zusammen mit den erfahrenen Wandersleuten, auf den Weg über Stock und Stein machten.

Nicht bei der Ausstattung sparen

Wer jetzt denkt, dass auch ich in Einheitsbeige durch die Gegend stapfe, irrt. Ja, ich habe mir Wanderstiefel gekauft – solche, die auch schön die Knöchel stützen. Diese sind jedoch farbig und somit gar nicht langweilig. Dafür aber unheimlich bequem und wirklich nützlich. Ansonsten reicht – meiner Meinung nach – normale Sportkleidung. Wer in die Berge fährt, sollte allerdings überlegen, sich eine praktische Zip-Multifunktionshose zu kaufen. Diese kann nämlich je nach Wetterlage schnell von einer langen in eine kurze Hose umgewandelt werden. Auch Fleece- oder Softshelljacken können an kühleren Tagen oder bei plötzlichen Wetterumschwüngen eine große Hilfe sein.

Darf es etwas mehr als eine Wanderung sein?

Ihr möchtet das Abenteuer Wandern ausprobieren, traut euch aber nicht so recht oder wollt statt eines Tagesausflugs längere Strecken mit Übernachtungen hinter euch bringen? Dann holt euch Inspirationen. In dem Buch Mikroabenteuer von Christo Foerster gibt es Tipp für Outdoor-Aktivitäten vor der Haustür.

Tipp: Apps – per GPS die schönsten Ecken entdecken

„Wo soll ich denn bei mir um die Ecke wandern gehen?“ Das fragen sich wahrscheinlich viele, die nicht gerade in den Alpen, im Harz oder im Elbsandsteingebirge wohnen. Es gibt verschiedene Apps, die tolle Routen in jeder Umgebung vorschlagen – mit Längen- und Zeitangeben und Hinweisen auf die Schwierigkeit.

Ich gehe immer mit „Komoot“ wandern. Die wichtigsten Funktionen dieser App sind kostenlos und sie funktioniert auch im Ausland. Du kannst Wanderungen zwischen 30 Minuten und acht Stunden Länge auswählen, zwischen einfach, mittelschwer und schwer. Auf einer Karte kannst du dann während der Tour verfolgen, wo du dich gerade befindest – auch ohne Internetverbindung. Die App kann zudem Routen planen, wenn du gerne von A nach B wandern möchtest.

Weitere Apps:

MapOut (5,49 Euro im AppStore): In dieser App kannst du dir deine Routen in der 3D-Karte selbst einzeichnen. Sie funktioniert auch offline und hebt Sehenswürdigkeiten hervor.

Bergfex Touren & GPS Tracking (iOS und Android, kostenlos): Hier kannst du zwischen verschiedenen Sportarten wählen und erhältst dann passende Tourenvorschläge – in der PRO-Version auch mit Offline-Karten.

Probiert einfach mal aus, welche App euch zusagt und gebt uns gerne ein Feedback!